Kaiserschnitt auf Wunsch


Belastung für Neugeborene
Kaiserschnitt auf Wunsch

Neugeborene, die durch einen Kaiserschnitt auf Wunsch geboren werden, haben häufiger Schwierigkeiten mit den ersten Atemzügen als Kinder, die auf natürlichem Weg oder durch Notkaiserschnitt auf die Welt kommen. Außerdem treten bei Wunschkaiserschnitten vermehrt länger anhaltende Atemprobleme auf. Darauf verweisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Geburt beeinflusst Atmung des Neugeborenen

Der Grund für die Atemprobleme bei einem Wunschkaiserschnitt ist wahrscheinlich auf den fehlenden Ausstoß von Stresshormonen, den Katecholamin-Stoß zurückzuführen, erklärt Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP. Bei einer normalen, vaginalen Geburt oder einem Notkaiserschnitt schüttet der Körper der Mutter aufgrund der Wehen und Schmerzen Stresshormone aus, so genannte Katecholamine. Diese Stoffe sind förderlich und notwendig für die Entfaltung der Lungen des Neugeborenen. Zum einen sorgen sie dafür, dass weniger Flüssigkeit in die Lungen des Kindes gelangt, zum anderen regen sie die Bildung von Surfacant an. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Eiweißen und Fetten, das die Lungenbläschen weitet und so dem Kind die Atmung erleichtert.

Kaiserschnitt nicht stressfreier für das Baby

Die Zahl der Kaiserschnitte, die ohne medizinischen Grund auf Wunsch der Eltern ausgeführt werden, steigt in Deutschland an. Die Beweggründe dafür sind vielfältig, manche glauben, dass die Geburt durch einen Kaiserschnitt stressfreier für das Kind sei. „Dem ist allerdings nicht so – vielmehr müssen die Kinder nach einem Wunschkaiserschnitt sehr viel stärker um ihren Atem ringen als nach einer vaginalen Geburt“, so Prof. Dieter Köhler. Nach einem Kaiserschnitt treten Komplikationen, die eine Sauerstofftherapie oder Beatmung erfordern circa fünfmal häufiger auf als bei natürlichen Geburten. Prof. Köhler weist daher darauf hin, dass man einen Wunschkaiserschnitt keinesfalls als komplikationslosere oder schonendere Methode ansehen darf. Der Gesundheit des Kindes zuliebe sollte ein Kaiserschnitt nur erfolgen, wenn er medizinisch notwendig ist.

Pollenflugkalender

Vorhersage für Radebeul

News

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Was hilft beim Einschlafen?
Was hilft beim Einschlafen?

Geräusche oder Musik

Probleme beim Einschlafen sind weit verbreitet. Manche Menschen versuchen, sich mit entspannender Musik oder Geräuschen in den Schlaf zu wiegen. Funktioniert das?   mehr

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Apotheke an der Elbe
Inhaberin Antje Goldbach
Telefon 0351/83 73 90
E-Mail info@apo-radebeul.de